Bereits im Mai 2006 hatten wir 2 Wochen fuer April 2007 Dhiggiri vorgebucht: 3 Personen, die 2 Bungalows benoetigen: die Unterbringung von 3 Erwachsenen in einem Bungalow ist nicht vorgesehen und nicht buchbar. Daher brauchte meine Tochter einen Bungi für sich alleine. Sie wollte einen mit offenem Bad, wir wollten den Wasserbungi Nr. 1.

Fuer diesen Urlaub hatte ich noch eine neue Kamera gekauft -eine Casio EX-Z1000- und dazu ein Unterwasser-Gehaeuse bis 40 m Tauchtiefe. Die meisten UW-Fotos und Video-Clips sind auch damit gemacht; weniger mit meiner kleinen Canon Ixus i mit ihrem "Schlechtwetter-Gehaeuse", welches nur bis 3 m Tiefe verwendet werden kann. Fuer die Fotos ausserhalb des Wassers haben wir ausserdem eine Canon PowerShot G3 und eine Sony Mavica CD 500 verwendet.

Mit Jacqueline, eine sehr guten Bekannten, die in der Nähe von Zuerich lebt, unterhielt ich mich (vor allem per eMail) oft darueber, wie schoen es auf den Malediven und insbesondere auf Dhiggiri ist. Und irgendwann fragte sie, ob sie sich uns nicht anschließen könne.

Tags drauf war ich im Reisebuero. Die Chancen stehen fifty-fifty, sagte man mir. Die Unterkunft bei Andrea im Bungi war kein Problem, aber die LTU war ausgebucht. Jacqueline hatte sich bereits um Urlaub in dieser Zeit bemueht, und nun hofften wir, daß jemand den Urlaub absagt. Wir fieberten nun, dass dieses bitte der Fall sein moege...

Und wir hatten Glueck - das Reisebuero rief eines Tages an, es waeren 4 Plaetze frei geworden. Ich schickte eine dringende Mail an Jacqueline, kurz Lin genannt, mit dem Text: "du kannst mitkommen! Es sind 4 Plaetze im Flieger frei geworden! soll ich buchen?" Die Antwort war kurz: "Bitte buchen!!!!"

Ich dann nichts wie ab ins Reisebuero und die Sache klar gemacht. Nun freuten wir uns noch mehr auf diesen Urlaub!

Nun hatte ich das persoenliche Pech, dass ich vier Wochen vor Urlaubsbeginn noch zu einer Operation ins Krankenhaus musste. Ohne diese OP haette ich nicht fliegen koennen, andrerseits waren 4 Wochen Schonzeit danach recht knapp bemessen. Aber es ist alles prima gelaufen, ich hatte die Sache gut im Griff! Musste nur ein wenig vorsichtig sein....

Am Tag der Abreise, dem 16.04.2007, wollten wir uns gegen 17:00 Uhr im Flughafen Duesseldorf. Lin war von Zuerich aus mit Air Berlin geflogen. Nach einigem Durcheinander fanden wir uns wund waren froh und gluecklich und gut gelaunt - der Urlaub hatte begonnen!

Puenktlich um 20:30 Uhr startete die LTU, die uns im Direktflug nach Male bringen sollte. Die 9 1/2 Stunden sind immer eine lange Zeit; ich beneide die, die hier schlafen koennen... Es war eng wie gewohnt, zum Abendessen gab es entweder Frikadellen oder Pasta. Nach der langen Nacht wurde das Fruehstueck serviert. Ich meine, ich bin froh, dass ich ueberhaupt etwas bekomme; aber das Broetchen ist wirklich unter aller Kanone. Leute mit einem schwachen Gebiss sind uebel dran...

Nach der Landung ging alles ziemlich flott, die Gepaeckausgabe war zuegig und wir waren auch fix an der Abfertigungshalle der Airtaxis. Die Strasse war uebrigens umgebaut und verlegt: in den Urlauben zuvor fuehrte sie ueber die Start- und Landebahn des International Airport.

Dann mussten wir warten: es sollten noch mit einer Maschine aus der Schweiz Passagiere nach Dhiggiri kommen. gute 2 1/2 Stunden sassen wir, die Leitung entschuldigte sich mit einem Getraenk fuer jeden. Schlechter Trost - normalerweise haetten wir zum Mittagessen auf Dhiggiri sein koennen und so wurde es spaeter Nachmittag.

Das Airtaxi landete relativ kommod ("sehr steinig hier", meinte Lin und war froh, weiter noch nichts gegessen zu haben). In dem Dhoni, das uns an der Landeplattform abholte, empfing uns Erna aus Muenchen. Und außerdem sass Riff, Chef vom Restaurant, mit im Dhoni - er hatte in paar Tage urlaub und wollte nach Hause zu einer Nachbarinsel von Gan. Er erkannte uns sofort, kam direkt zu uns, umarmte Andrea und mich und sagte, wenn er gewusst haette, dass wir kommen, haette er den Urlaub verschoben. Ernas war jedoch nur noch 10 Tage auf Dhiggiri; ihren Job uebernahm Neva aus der Schweiz. Mit beiden haben wir uns supergut verstanden; sie waren nett, hilfsbereit und kompetent und wir konnten uns ausserdem prima mit beiden unterhalten. -

Auch in der Bar begruesste und ein alter Freund: Sujit aus Bangladesh. Wir umarmten uns und freuten uns sehr, uns wieder zu sehen.

Nach einer kurzen Begruessung, einem Drink und ein paar Haeppchen wurden wir zu unseren Bungis gebracht: wir hatten den Wasserbungalow Nummer 01 bekommen, Andrea und Lin die Nummer 45 mit offener Dusche. So waren wir alle gluecklich und zufrieden. -

Als erstes fiel uns auf, dass die Sandbank sich gewaltig veraendert hatte - auch bei Ebbe musste man durch das Wasser, um sie zu erreichen. Schade! Die zweite nicht sehr erfreuliche Nachricht war, dass die Sonnenuntergangs-Tour mit dem Dhoni ganz gestrichen  und der Ausflug nach Folidhoo ("Fishermans Island" genannt) nun 26 $ kosten sollte. Nein danke! Lin wollte das allerdings mal sehen, wollte ein paar Einkaeufe machen und ist mitgefahren.

Die Mahlzeiten im Restaurant wurden genau so serviert wie im letzten Jahr, nur daß der Wein nicht mehr an den Tisch gebracht wurde, man mußte ihn sich am Tresen holen; wie auch Cola, Limonade oder Bier. Auf dem Tisch stand eine Flasche Wasser. Unser aufmerksamer Tischkellner jedoch bemerkte sehr schnell, dass ich mir immer Sodawasser holte, und ab sofort stand zusaetzlich eine Flasche Sodawasser auf dem Tisch.

Das Essen schmeckte, wie auch im Vorjahr, einfach hervorragend. Die Koeche gaben sich alle Muehe, auch zusaetzliche Wuensche zu erfuellen - so bekam ich, wenn ich danach fragte, rasch frisch gehackte Chilies gebracht. Auch die Bar haben wir immer genossen. Sujith war nun der Barkeeper und hatte zwei neue Hilfskraefte, die sich offenbar gerade einarbeiteten und somit musste man manchmal schon eine Weile auf das Getraenk warten.

Die abendliche Animation war zurückhaltend, den Kabarett-Abend fand ich recht amuesant (wenn auch in italienisch) und der Saenger, der uns ab etwa 18:00 Uhr berieselte, war eine Katastrophe... Nicht, dass er schief gesungen hat - nein; aber total ohne jede Emotion und Rock und Pop und Country in der gleichen Tonlage. Beim Karaoke-Abend kann man eigentlich nur flitzen gehen; der ist eine wahre Beleidigung fuer die Ohren! Dhiggiri sucht den Super-Star....

Dhiggiris Unterwasserwelt hat uns wieder absolut begeistert! Die Korallen erholen sich weiterhin, auch wenn noch viel abgebrochene und tote Korallen zu sehen sind. Wir waren jeden Tag mindestens einmal auf Schnorcheltour und waren begeistert von den Schwaermen von Doktorfischen, den liebenswerten Falterfischen, den bunten Papagei-Fischen, den vielen Muränen und den Druecker-Fischen. Zu diesen muss ich sagen, dass wir uns sehr gut in Acht nehmen mussten vor den zahlreichen Riesen-Drueckerfischen; sie waren beim Nestbauen und agressiv - wir sind ihnen tunlichst aus dem Weg gegangen. Wir haben neue Fischarten entdeckt, die im vergangenen Jahr noch nicht da waren: schwarze Clownfische in ihren Weichkorallen an der Riffkante und Kugelfische und natuerlich auch Fische, die wir nicht in unseren Buechern fanden. In den 2 Wochen haben wir die Insel mehrmals umschnorchelt - mir gefaellt das Schnorchelgebiet und das Riff ab Wasserbungi 01 bis zur noerdlichen Boje und weiter bis zur Boje im Osten immer noch am besten.

Wir habe zwei bezahlte Schnorchel-Ausfluege noch Desert Island (1/2 Tag incl. Imbiß und Getraenke für 22 $) und einen Ausflug fuer 12 $ mitgemacht, in dessen Mittelpunkt der Spot Ikoga stand. Beide Riffe haben sich auf jeden Fall gelohnt - den Aufenthalt auf Desert Island kann man allerdings vergessen.

Die Tauchschule gehört nicht mehr zur Insel, sondern ist in italienischem Privat-Besitz. Das bedeutet, dass man die komplette Schnorchelausruestung mitbringen sollte - ist nicht mehr inclusive! Ich hatte keine Flossen dabei und habe 3 $ pro Tag dafuer bezahlt - haette ich das geahnt, haette ich auf jeden Fall eigene Flossen mitgebracht! Von den 42 $ Flossen-Miete haette ich mir was anderes leisten koennen!

Lin hat einen Tauch-Crash-Kurs gemacht; war 2 x tauchen und sehr begeistert.

Lustig war das fahren mit dem Kanu - das war gratis. Stefan und ich haben das zweimal gemacht, Andrea und Lin einmal. Sehr zu empfehlen; macht echt Spass!

Die Schoenheit der Insel ist nach wie vor beeindruckend. Ich glaube, es gibt keinen einzigen Punkt, von dem aus man kein Meer sieht. Die Bluehpflanzen, Palmen, Mangroven, Hibiskus-Baeme und andere Straeucher werden gut gepflegt. Jeden Tag kommen maldivische Frauen mit dem Dhoni von dem 7 km entfernten Folidhoo zum Fegen von Strand und Insel. Gegen 17:00 Uhr werden sie wieder zurück gebracht. So sind Strand und Insel immer top gepflegt und sauber.

Sehr gepflegt (und zweckmaessig, aber liebevoll eingerichtet) sind auch die Bungalows. Der Roomboy kommt 2x taeglich zum saubern und fegen. Ab und zu dekoriert er das Bett mit Blumen und Blaettern. Vor jeder Tuer steht ein kleiner Bottich mit Wasser, damit man sich den Sand von den Fuessen abspuelt und nicht ins Zimmer hineintraegt.

Ob ich noch einmal nach Dhiggiri will??? Ja, ja, ja!!! Allerdings nicht in 2008, da muß ich sparen... Aber 2009 - da moechte ich wieder hin- am besten zwischen April und Juni! - Leider hat Stefan keine Lust mehr auf die weite Reise, das lange sitzen im Flugzeug; ihn zieht es in den Norden. Wir haben beschlossen, dass jeder von uns im Urlaub sich seine Traeme erfuellen soll. So kommt es, daß ich auf der Suche nach einer Partnerin bin, die Lust hat, 2009 für 2 Wochen mit mir zusammen ab Duesseldorf nach Dhiggiri (oder auch auf eine andere all-inclusive-Insel) zu fliegen und ein Bungi mit mir zu teilen. Ich wuerde mich freuen, wenn ich auf diese Art und Weise eine nette Partnerin, die viel Spass am schnorcheln und dafuer nicht so versessen auf Remmi-Demmi ist, finden wuerde! Melde dich bitte bei mir einfach und unkompliziert per eMail!

Ganz neu:

Hier findest du auch selbstgemachte Videoclips von diesem Urlaub!

 

 

 

 

 

unsere lieben Freunde

 

die nette Erna - stets gut gelaunt und kompetent

 

Neva, eine ganz Liebe - immer hilfsbereit und freundlich

 

Der liebenswerte Barmann Sujit ist noch da - hurra!

 

Riff, Chef vom Restaurant -den kennen wir auch vom Vorjahr- mit Andrea

 

unser aufmerksamer und freundlicher Tischkellner

Shabeen

 

 

drei der Köche - rechts Mitu aus Bangladesh