Premiere - denn dort befindet sich mein erster Versuch einer englischen Uebersetzung: - to english version -

Am Dienstag, dem 11.04.06 sollte unser Flieger von der LTU um 23:45 Uhr ab Frankfurt starten. Vor uns lagen fast 10 Stunden Flug und unser Ziel hieß Dhiggiri im Vaavu bzw. Felidhoo-Atoll. Diesmal blieb mein Mann zu Hause - meine Tochter Andrea und ich sind zu einem Mutter - Tochter - Urlaub aufgebrochen.

Die UW-Foros sind mit meiner kleinen Canon Ixus i mit ihrem "Schlechtwetter-Gehaeuse", welches nur bis 3 m Tiefe verwendet werden kann, aufgenommen. Fuer Fotos und Video-Clips ausserhalb des Wassers haben wir ausserdem eine Canon PowerShot G3 und eine Sony Mavica CD 500 verwendet.

Im Flieger ging es (wie gewohnt) zu wie sonst auch...”Karnickelklasse” nenne ich das immer, diesmal war es ein Huehnerstall. Auf jeden Fall sind wir puenktlich gestartet. Die Flugzeit ist jedoch eine halbe Stunde kuerzer als von Duesseldorf....

Dhiggiri wurde schon 1982 als Urlaubsinsel eroeffnet. Sie ist etwa 70 km von Hulule Airport entfernt und man erreicht sie mit dem Airtaxi in etwa 30 Minuten. Unser Airtaxi hat jedoch zuvor noch Gaeste nach Eiladhoo im Nord Ari Atoll gebracht, sodass wir gut und gerne 50 Minuten unterwegs waren. Ab Eiladhoo waren wir die alleinigen Passagiere.

Dhiggiri ist nur ca. 330 m lang und an der breitesten Stelle etwa 150 m breit und und verfuegt über insgesamt nur 47 Zimmer; davon  22 Wasser- und 25 Beach-Bungalows, von denen 2 ein offenes Bad haben. Wir hatten einen Beachbungalow vorgesehen, aber es war nur noch ein Wasserbungalow frei: wir haben es nicht bereut! Unser Airtaxi hat -deutlich spuerbar- aufgesetzt und gekonnt an der Landeplattform geparkt. Wir verliessen das kleine Flugzeug und stiegen um in das Dhoni, das uns zu unsrer Insel bringen sollte. An Bord war Madi (= Madeleine), die fuer die Unterbringung und Betreuung der Gaeste da ist. Um das gleich vorneweg zu sagen: fuer uns ist Madi die Inselkoenigin - sie war immer fuer uns da, hatte immer ein offenes Ohr und hat uns bei kleinen Verletzungen sofort geholfen und mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Wir glauben, dass es auch ihrer Persoenlichkeit zu verdanken ist, dass Dhiggiri so ein aussergewoehnliches, ungewoehnliches Flair hat. Du fuehlst dich zu Hause...

Dhiggiri ist ein reine Barfuss-(und all inclusive) Insel . Auch in der Rezeption, in der Bar und im Restaurant ist Sandboden. An manchen Stellen ist der Sand recht grob, an anderen wieder ganz fein. Wege, Zauene etc. gibt es nicht, man kann laufen, wo man Lust hat. Es gibt sehr viele Palmen auf Dhiggiri, aber auch Mangroven, wilden Hibiscus und andere Baueme und Strauecher - darunter ist einer mit einem betoerenden Duft.

In unserem Wasserbungalow haben wir uns sehr wohl gefuehlt. Er war praktisch und angenehm ausgestattet. Im Bungalow waren ein grosses Badezimmer mit Dusche, Toilette und Waschbecken, und fuer gebrauchte Handtuecher stand darunter ein Korb, wenn man sie gegen frische Handtuecher ausgetauscht haben wollte. Außerdem war der Bungalow mit einem Kleiderschrank, einem Schreibtisch, einem kleinen Tisch und zwei Stuehlen, sowie einem grossen Bett ausgestattet. An der Decke wirbelte ein Ventilator, und an der Wand befand sich die Klimaanlage. Ausserhalb ist eine Terrasse mit zwei Holz-Liegen und einem kleinen Tisch. Wer Wert auf weiche Auflagen legt, muss sie allerdings von zu Hause mitbringen! Auf der Terrasse war auch eine Handbrause montiert (sehr praktisch, wenn man aus dem Wasser steigt!) und eine Leiter, die uns zu unserer grossen Begeisterung direkten Zugang zum Meer ermoeglichte.

Gebrauchte Strand-Frottiertuecher wurden an der Rezeption gegen frische umgetauscht. Der Bungalow wurde zweimal taeglich gruendlich gesauebert. Nicht vergessen moechte ich das kleine, stets mit frischem Wasser gefuellte Becken vor der Eingangstuere, in dem man sich die Fuesse vom Sand reinigen konnte.

Im Restaurant wird versucht, Gaeste, die sprachlich zusammenpassen, zusammenzusetzen. Wer einen Tisch fuer sich alleine haben moechte, bekommt den in der Regel auch. Wir hatten ohnehin einen Tisch nur fuer uns beide, und das war uns auch recht so. Das Publikum besteht aus etwa 50% Italienern (die meist nur eine Woche bleiben), der Rest kommt aus der Schweiz, Oesterreich, Deutschland und England. Die Kueche ist unsrer Meinung nach super. Das Buffet bietet nicht so wahnsinnig viel wie in manchen anderen Resorts, ist aber durchaus vielseitig und ausreichend. Ich finde es richtig so: es bleiben nicht so viele Reste, die weggeworfen werden. Das restliche Gebaeck von Fruehstueck und Mittagessen wird in der Bar in Klapp-Boxen als Snacks angeboten. Eine erfreuliche, umweltfreundliche Moeglichkeit! Fruehstueck gibt es 8 Uhr – 10 Uhr. Es werden Butter, Marmelade, Joghurt, Muesli, ein bisschen Wurst und Kaese, frisch zubereitete Eier und Omeletts angeboten, ausserdem frisches und z.T. Obst aus Dosen. Dazu Unmengen an suessen und herzhaften Teilchen, Toast, Croisants etc. Und leckerer Kaffee, Tee und Fruchsaft zum selbst holen.

Das Mittagessen von 12 Uhr – 14 Uhr besteht aus einem Buffet mit viel Salat, Curries, min. 2 Sorten unterschiedlich zubereitetem Fisch, Fleisch, Gemuese, Risotto, Pizzateilchen und super leckeren Nudelgerichten, frischem Obst und leckeren Desserts (bestens geeignet fuer alle, die gerne zunehmen moechten).

Abendessen ist von 20 Uhr – 22 Uhr. Die Art ist etwas gewoehnungsbeduerftig, aber sehr angenehm: zuerst gibt es eine Vorspeise (wird serviert), der 2.Gang ist zum selber holen (Suppe, Nudeln, Risotto und andere Belagen, Curries, Salate), das Hauptgericht wird wieder serviert. Hier stehen 2 Gerichte zur Auswahl: entweder mit Fisch oder im Wechsel Rind, Lamm, Gefluegel (wobei wir Fisch und Lamm den Vorzug gaben). Die suessen Desserts und frisches Obst gibt es wieder vom Buffet. - Man liest uebrigens in manchen Reiseberichten von zu kaltem Essen - wir konnten das nicht nachvollziehen. Und: bei ueber 30° muss nicht unbedingt alles dampfend heiss sein! Tischwein und Wasser werden serviert, alle anderen Getraenke sind zum selbst holen.

Freitags ist Maledivischer Abend mit Speisen aus der angrenzenden Gebieten Sri Lanka, Indien und auch ein bisschen Malediven. Am spaeten Abend ist vor der Bar "Boduberu" angesagt, vorgefuehrt von den Kellnern aus dem Restaurant. Die Animation (Hauptanimateuer war Daniel aus Italien) war uebrigens sehr nett und unaufdringlich. Ein mal pro Woche wurde abends in der Bar die Tauchschule mit einer Fotoshow und einem Video vorgestellt, das Spa zeigte eine  Behandlung an 2 Gaesten und das Shop eine Modenschau, bei der dick und duenn, alt und jung mitwirkte. Fuer die musikalische Abendunterhaltung sorgte Romy aus Italien, dessen Musik uns absolut begeistert hat. Alle Mitarbeiter des Restaurants (der Chef, Tischkellner, die Koeche) sind -ohne Ausnahme!- unglaublich freundlich und versuchen jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Das gleiche gilt fuer die Jungs in der Bar. Ich habe einmal abends um 2 Glaeser Wasser gebeten, weil ich Tabletten mit viel Fluessigkeit einnehmen musste, und fortan kam der Kellner, sobald er uns an einem Tisch sah, mit 2 Glaesern Wasser. Alle sind fix und zuvorkommend und machen gerne ein Spaesschen mit, freuen sich freilich auch ueber ein Trinkgeld.

Mit inclusive sind uebrigens 2 Ausfluege: zum ersten der Sunset-Cruise und zum zweiten ein Ausflug mit Einkaufsmoeglichkeiten zur benachbarten Einheimischen-Insel. Zu diesem 2. Ausflug sollte man unbedingt Schuhe, zumindest Flip-Flops, mitnehmen! Wegen der Preise in den Laeden muss man uebrigens unbedingt handeln. Es wurden Schnorchel-Ausfluege unter Leitung von Miriam aus Muenchen fuer 11 Dollar angeboten, die bestimmt sehr liebevoll ausgesucht sind. Wir haben das 1x mitgemacht und dann nicht mehr. Einfacher Grund: wir sind gemuetliche Schnorchler, die etwas sehen wollen - die Italiener jedoch sind gespeedet, als wuerde ihnen der Teufel im Genick sitzen. Es blieb uns nichts anderes uebrig, als mitzumachen. So machte das uns keinen Spass!

Die Straende Dhiggiris sind rundherum wunderschoen. Die gesamte Insel wird Tag fuer Tag von Frauen von der Einheimischeninsel gesauebert. Es ist uns leider trotz hauefiger Versuche nicht gelungen, auf ein freundliches "Hallo" oder "Good Morning" etc. eine Reaktion oder gar eine Antwort zu bekommen. Weshalb, ist  uns schleierhaft.

Da wir den direkten Zugang zum Meer hatte, waren wir jeden Tag am Hausriff schnorcheln: beginnend bei den Wasserbungalows, Zwischenstation bei der Boje und weiter oder kreuz und quer, bis wir entweder einen Buhnen oder die Sandbank erreichten oder wir sind zurueck zu unserem Bungalow. Diese Seite des Hausriffs hat uns total begeistert. Die Korallen erholen sich langsam wieder (es gibt freilich auch noch viel Schutt) und der Fischreichtum war fuer uns eine einzige Freude. Dies gilt nicht fuer das Hausriff an der westlichen Seite - das war ziemlich tot.

Meine Tochter war auch viermal mit Ali, dem Leiter der Tauchbasis, tauchen - immer nur im  Hausriff von der Lagune aus. Draussen wurden sie von einem Boot abgeholt. Sie sagt, dass sie bei diesen Tauchgaengen mehr gesehen hat als bei 8 Tauchgaengen auf Velidhu, wo die Tauchplaetze weiter weg waren und mit einem Dhoni angefahren wurden. Ali kennt sich sehr gut aus und hat ihr wunderschoene, fischreiche Plaetze gezeigt. Ich habe mal gesagt, dass ich jede Insel nur ein mal bereisen will. Bei Dhiggiri mache ich eine Ausnahme - wir haben fuer April 2007 bereits gebucht. Diesmal kommt aber mein Mann mit! Und meine Tochter wuerde gerne, kann aber leider nicht.... Es war einfach zu schoen! Dhiggiri hat uebrigens auch eine eigene Internetseite: http://www.dhiggiriresort.com

 

   

Anreise und Ankunft

wir umrunden Dhiggiri

Restaurant und Bar - einfach perfekt!

Unterwasseraufnahmen vom schnorcheln

 

 

 

 

unsere lieben Freunde

 

Madi , immer da fuer uns!

 

Liton, Sampath und Sujit -

die drei von der "Tankstelle"

 

Riff - Chef vom Restaurant

 

Nizam, unser froehlicher Tischkellner

 

Ali, geboren auf den Malediven, Tauchlehrer und Leiter des

Dhiggiri Dive Center

 

last, but not least:

Romy, unser Musik-Koenig!