Mir war schon lange klar, daß ich zu dick war... Nur - niemand sagt es und im Spiegel kann man sich immer noch schoen und einigermaßen schlank gucken...

Den entgueltigen Kick gab mir Foto, das der Vater vom Freund meiner Tochter an Weihnachten 2003 geschossen hatte: ich war schlichtweg entsetzt - so konnte und durfte es nicht weitergehen!

Mein Startgewicht waren heftige 84,6 kg - bei einer Groesse von 164 cm. Mein BMI betrug etwa 31,6 - man nennt das vornehm "Adipositas", oder, auf gut deutsch: Fettleibigkeit.

Ich begann zu ueberlegen, wie ich wohl am besten abnehmen koennte und begann mal wieder ganz falsch....

Auf den richtigen Weg brachte mich zum einen meine Tochter und zum anderen meine Nachbarin Siglinde, die auf diese Art und Weise bereits viele Kilo abgenommen hatte: die Ernaehrung nach dem Weight-Watchers-Prinzip. Eine andere Nachbarin gab mir eine Programm-CD, die sie nicht mehr brauchte und ich war nun endlich bereit, alles zu wagen und abzunehmen. Ab 02. Februar 2004 stellte ich meine Ernaehrung um. Ich begann Punkte zu zaehlen: bei dieser Art der Gewichtsreduktion ist die Nahrung naemlich in Punkte und nicht in Kalorien aufgeteilt (die Punkte errechnen sich allerdings aus den Kalorien und dem Fett-Anteil der Lebensmittel). Ich habe rasch anhand von einfachen Beispielen gelernt, wieviel Punkte welches Lebensmittel hat. Ausser Avokados, Mais und Huelsenfruechten hat Gemuese gar keine Punkte und die meisten Obstsorten auch nicht.

Nun muss ich zugeben, dass es mich immer vor aufwendigen Diaeten gegraust hat. Mit Vergnuegen bemerkte ich schon nach kurzer Zeit, dass hier gar kein Aufwand notwendig war!

Schon in den ersten Tagen verlor ich einige Kilo - klar, das war ueberwiegend Wasser. Aber das befluegelte trotzdem ungemein! Ich war jetzt wild und fest entschlossen, wieder mein Gewicht zu erreichen, das ich vor 15 Jahren hatte: 58 kg. Mittlerweile habe ich aber entdeckt, daß ich eigentlich nicht weniger als 61 kg wiegen sollte, denn dabei fühle ich mich richtig gut.

Seltsamerweise fiel mir die Umstellung ueberhaupt nicht schwer. Ich entdeckte, dass mir Gemuese und Salat besser schmeckt als Fleisch und dass ich ich einige Dinge -z.B. Schokolade und andere Naschsachen- nicht mehr brauche. So kochte ich mein Gemuese und bereitete meinen Salat, Stefan bekammt eigentlich immer ein Stueck Fleisch dazu.

Eine grosse Hilfe war dabei ein Internet-Forum, das leider geschlossen wurde... In einem Forum findet man immer Unterstuetzung und gute Tipps, bekommt Rat und Hilfe wenn's mal nicht klappen will.

So verschwanden Woche um Woche im Durchschnitt 700 Gramm. Ein einziges Mal hatte ich einen Haenger - da habe ich mich im Forum ausgeweint und viele kamen, um mir zur Seite zu stehen und mir zu helfen. Kurz darauf ging es auch flott weiter mit der Abnehmerei.

Zwischenzeitlich hatte ich allerdings meine Bedingung leicht heruntergeschraubt und mir 62 kg als Ziel gesetzt. 58 kg wuerden fuer mein Alter als Untergewicht bewertet werden.

Am 17. November 2004 war es soweit: meine Waage zeigte 61,7 kg an - Zeit fuer einen lauten Jubelschrei!!!

Auch ein Jahr spaeter habe ich dieses Gewicht noch; es schwankt immer zwischen 59,9 und 61,5 kg. Damit bin ich hochzufrieden; fuehle mich wie ein neuer Mensch. Meine ganze Garderobe habe ich -bis auf meine alte Lieblingshose- weg gegeben. Diese Hose hole ich heraus und haenge sie gut sichtbar auf, wenn ich wieder mal ueber die Straenge geschlagen habe. Und mein "schwerstes" Foto klebe ich an den Schrank, in dem sich die schlimmsten Verfuehrer befinden...

Wer immer zu viel wiegt und abnehmen moechte: nicht zoegern, sondern direkt damit anfangen! Einen kleinen Rechner, mit dem du Punkte, Kalorien, BMI etc. ausrechen kannst gibt es hier zum download.

Du solltest jedoch berücksichtigen, dass der BMI nach Lebensalter gestaffelt ist:

19 – 24 Jahre 19 – 24
25 – 34 Jahre 20 – 25
35 – 44 Jahre 21 – 26
45 – 54 Jahre 22 – 27
55 – 64 Jahre 23 – 28
≥ 65 Jahre 24 – 29

Bei etwa 65 kg machte ich einen Nordic Walking Kurs und war auch einige Zeit voll im Verein mit dabei. Irgendwie wurde mir dann die Anfahrt -musste mit dem Auto fahren- zu weit. So gab ich das auf. Seit September 2005 gehe ich ins Fitness-Studio, damit hatte ich vor 15 Jahren schon mal gute Erfahrungen gemacht. Anfang 2007 bin ich bei 90 Minuten Ausdauer-Training angelangt und anschliessend kommt das Krafttraining bzw. Muskelaufbau dran. Macht mir riesig viel Spaß! Und -so muss ich sagen- fuer meine Gesundheitsverhaeltnisse bin ich fit wie ein Turnschuh *grins*. Leider mußte ich nach 8 Jahren meinen Vertrag im Studio kündigen: meine kaputten Rueckenwirbel ließen diese Art von Sport nicht mehr zu. Jetzt gehe ich zur Physiotherapie und mache zu Hause meine Uebungen - ich weiß, daß eine falsche Bewegung oder 1x hinfallen den Rollstuhl fuer mich bedeuten koennte.

Einige meiner liebsten Rezepte, mit denen ich so gut abgenommen habe, habe ich fuer dich aufgeschrieben. Ich will jedoch klarstellen, dass ich grundsaetzlich Light-Produkte gekauft habe und fuer mich auch meistens noch kaufe (ausnahme mache ich manchmal bei Kaese). Es muessen keine teuren Markenprodukte sein, Lebensmittel von bekannten Discountern oder Einkaufsmaerkten tun es  ebenso gut wie aus teuren Spezialgeschaeften.

zu den allgemeinen Tips und Tricks zu den Rezepten
       

...ich hab's geschafft...ein Glueck fur mich! Ich hab's naemlich kapiert - es sagt auch auch keiner "du bist viel zu dick". Warum eigentlich nicht?

Ein Klick auf das Foto bringt dich zu meinem Gruselkabinett!