Aufgeregt fuhren wir am Samstag, dem17.04.2004, mit der S-Bahn zum Flughafen Duesseldorf. Wir starteten nach Olhuveli! Unser Gepaeck hatten wir bereits am Vorabend nach Duesseldorf beim Late-Night-Check-In aufgegeben. So konnten wir ruhig und ohne Hast durch das Flughafengebaeude schlendern und brauchten uns um nichts anders zu kuemmern, als puenktlich in der Abflughalle zu sein.

Eine schier endlose Nacht im Flugzeug! Waehrend andere schliefen, habe ich kein Auge zugebracht und mehrere Spielfilmen angesehen. Als endlich die Sonne aufging, hat uns dieses Schauspiel in 11.000 m Hoehe sozusagen aus den Sesseln gerissen. Und als dann irgendwann die ersten Atolle ins Blickfeld kamen, waren wir von diesem Anblick schlichtweg hin und weg.

Nach der Landung suchten wir den Transfer zu unserer Insel. Wir wurden zu einem Dhoni gebracht, und ausser uns beiden kam nur noch ein etwas aelteres Ehepaar mit an Bord. 5 Mann Dhoni-Besatzung und 4 Passagiere in einem Boot, das problemlos 40 Passagiere fassen kann! Waerend der gemuetlichen Fahrt mit Dhoni war ich von den Farben des Wassers und den Inseln, an denen wir vorbeischipperten, wie berauscht.

Das Dhoni brauchte 80 Minuten bis nach Olhuveli. Meine Guete, war ich aufgeregt! Und, wie im Prospekt angekuendigt, standen die Reiseleiterin der Trommler schon parat, der uns mit rhythmischen Trommelschlaegen über den Steg zur Bar brachte. Hier bekamen wir gleich heisse, Tuecher gereicht und ein Getraenk zur Erfrischung gereicht. Wir wurden mit der Verabredung zu einem spaeteren Termin kurz eingewiesen und zuerst zu den Zimmern gebracht. Und dann nix wie hin zum Restaurant - wir hatten einen gewaltigen Kohldampf! Wir bekamen unseren Platz an einem 4-er Tisch gezeigt, an dem auch das Ehepaar sass, das mit uns angereist war. Waehrend der Zeit auf der Insel haben wir eine sehr nette Freundschaft mit ihm geschlossen.

Unser Zimmer -wir hatten aus Kostengruenden die Superior-Unterkunft in einstoeckigen Reihenhausern gewaehlt- war geraeumig und zweckmaessig eingerichtet. Wir haben uns umgehend leichte Klamotten angezogen und sind dann direkt ins Wasser. Nix da von Brrr!-Effekt - es gab fast keinen Unterschied zur Lufttemperatur von etwa 30 angenehmen Grad Celsius. Anschliessend haben wir uns aber auf's Bett gelegt und erstmal ein paar Stunden Schlaf nachgeholt. Zum Abendessen waren wir wieder topfit.

Die Verpflegung war superklasse - morgens, mittags und abends Buffet. Nachmittags ein interessanter Imbiss - neben Sandwiches oder Kuchen gab es auch einige leckere, scharfe, asiatische Happen. Bereits am 2 Tag wusste unser Tischkellner, wie ich meinen Fruestueckskaffee trank. Und abends an der Bar, die zum Teil auf Stelzen in's Meer gebaut war, sassen wir nachmittags nach dem Bad im Meer und genossen abends hier unseren Drink und den wunderschoenen Sonnenuntergang. Die Bar war nach Westen ausgerichtet, sodass wir den vollen Genuss hatten.

Da wir uns -was ja auch richtig war- als "Honey-Mooner" (wenn auch nicht die Allerjuengsten) angemeldet hatten, spendierte uns das Hotel ein spezielles Candle-Light-Dinner. War ganz doll!!

Ausserdem gab es ein Internet-Cafe, in dem man im Internet surfen und eMails verschicken konnte - gegen Gebühr, versteht sich. Ich glaube, es waren 5 $ für 10 Minuten und somit kein Vergleich zu einem etwaigen Telefongespräch, das pro angefangener Minute inclusive Klingelton etwa 7 $ gekostet haette.

Morgens, nach dem Fruehstueck, gingen wir oft den Steg entlang zum Hausriff um zu schnorcheln. Der Steg war lang und das Hausriff war leider auch ziemlich enttaeuschend und fiel auch direkt steil ab. Trotzdem konnten wir mit unseren billigen Unterwasserkameras einige bunte Fische fotografieren.

Nach dem Mittagessen ruhten wir ein Stuendchen aus, um uns dann zu unserer "Badewanne" zu begeben: einer wunderschoenen, großen Lagune mit kristallklarem Wasser mit nahezu Badewannentemperatur, superfeinem, weissen Sand - ohne Seegras, ohne Wellengang. Ideal zum spielen und traeumen. Zwischendurch wieder mal in den Liegestuhl (die Liegstuehle waren nummeriert) und sonnen und ausruhen und lesen....

Im Spa-Bereich konnte man sich verwoehnen lassen, aber dazu haben die 7 Tage leider nicht ausgereicht.

Leider war das Umrunden der Insel nicht moeglich, da der hintere Teil, der Staff-Bereich, abgegrenzt und nicht zugaenglich war. Gestoert hat uns das damals nicht, wir hatten in den paar Tagen genug zu tun ;-))

Bei dem Tsunami am 26.12.2004 wurde Olhuveli leider sehr schwer zerstoert. Wie aber auf der Olhuveli-Website zu sehen ist, soll es ab November wieder eroeffnet werden. Es sieht jetzt etwas anders aus als damals, insbesondere sind viele Wasserbungis neu dazugekommen. Die Hauser, in den wir damals gewohnt hatte, scheint es nicht mehr zu geben.

 

Honeymoon auf Olhuveli - Hier gehts zum Fotoalbum!